Sonntag, 19. April 2026

Nachfolge

Predigt am Sonntag Miserikordias Domini, 19.4.2026 über 1.Petrus 2,21b-25


Liebe Gemeinde,


wie steht es mit Ihrer Handschrift?

Schreiben Sie überhaupt noch mit der Hand?

Schülerinnen und Schüler müssen es lernen,

schreiben Hausaufgaben, Aufsätze und Diktate in ihre Hefte.

Aber meistens tippt man nur noch - ins Smartphone

oder auf die Tasten des Computers.


Mit der Hand schreibt man nicht mehr viel.

Einkaufszettel. Urlaubskarten.

Notiert schnell etwas, was man nicht vergessen will.

Die Handschrift wird immer mehr zum Gekrakel,

das man selbst kaum noch entziffern kann.

Dabei haben wir alle einmal gelernt,

sauber und lesbar zu schreiben.


Schreiben lernt man durchs Vorbild.

Durch Buchstaben, die an die Tafel gemalt werden und die man abmalt.

Das griechische Wort für das Vorbild ist "hypogrammós":

es bedeutet wörtlich Vor-Schrift: das Schreibmuster,

die Vorlage, die man abmalt, um selbst schreiben zu können.

Das ist das Vorbild, von dem im Predigttext die Rede ist.


Wenn man im Leben Orientierung sucht,

richtet man sich nach Vorbildern:

Eltern; Lehrer:innen; Menschen, die eine:n prägten.

Manche hat man nicht persönlich kennen gelernt,

sondern nur von ihnen gehört oder gelesen.

Man liest ihre Lebensläufe, 

die Biografien von Künstler:innen, Wissenschaftler:innen, Politker:innen:

Personen, die etwas bewegten, Außerordentliches leisteten.

Ihr Leben wird für uns zum Vorbild.


„Christus hat euch ein Vorbild hinterlassen,

dass ihr seinen Fußstapfen nachfolgen sollt.”


Auch Jesus ist ein Vorbild.

Allerdings: Sein Leben, Leiden und Sterben sind kein Vorbild für uns:

Wir sollen nicht den Weg gehen, den Jesus gegangen ist,

wir können es nicht, und wir brauchen es auch nicht:

Dass Jesus ihn ging, ist genug und reicht ein für allemal.


Jesus ist auf andere Weise ein Vorbild für uns:

Er hat Fußstapfen hinterlassen, denen wir nachgehen sollen.

„Nachfolge” nennt man das.

„Folge mir nach,” ruft Jesus den Fischern zu,

die daraufhin seine Jünger werden.

„Folge mir nach,” fordert er den Reichen Jüngling auf,

der sich nicht von seinem Reichtum trennen kann.


„Folge mir nach!” Soll man diesem Ruf folge leisten?

Ich bin mir nicht sicher.

Ich gehe nicht gern in fremden Fußstapfen.

Ich laufe nicht gern auf ausgetretenen Pfaden.

Im Winter, wenn es Neuschnee gab,

oder am Strand, wenn der Sand unberührt vor mir liegt,

gehe ich am liebsten da, wo bisher niemand gegangen ist.

Ich möchte meine eigenen Spuren hinterlassen,

nicht in jemandes Spuren gehen.


Nur auf Wanderwegen in den Bergen oder im Wald,

wo ich mich nicht auskenne,

im Tiefschnee oder in den Dünen, wo man nur mühsam vorankommt,

bin ich dankbar für solche Spuren,

für gebahnte Wege in übersichtlichem Gelände.

Wenn es schwierig wird,

gehe ich ganz gern mal in fremden Fußstapfen.


Aber gerade in den schwierigen Fällen des Lebens

sind Jesu Fußstapfen schwer zu entdecken.

Wie man auf dem Straßenpflaster, auf Asphalt,

auf trockenem Boden keine Spuren hinterlässt,

so findet man manchmal die Spuren nicht mehr,

die Jesus hinterlassen hat.


Bedeutet Nachfolge also doch eher, Vor-Schriften einzuhalten?

Macht man, wenn man den Glauben kennen lernt,

so etwas wie Schreibübungen,

um die Handschrift des Glaubens zu erlernen?


Oder ist es genau andersherum:

Das Vorbild ist da, aber die Fußstapfen sind zu groß,

als dass unsere da hinein passten?


„Er schmähte nicht wieder, als er geschmäht wurde, 

er drohte nicht, als er litt.”


Die andere Wange hinzuhalten, wenn man geschlagen wird;

Gewalt nicht seinerseits mit Gewalt zu beantworten,

Ablehnung nicht mit Ablehnung, Hass nicht mit Hass,

fällt schwer und erscheint manchmal unmöglich:


Und doch verlangt Jesus von uns,

dass wir uns wieder und wieder seinem Anspruch stellen:

Jesus lehrte, auf Gewalt zu verzichten und auf die Liebe zu vertrauen,

und lebte es uns vor - mit allen Folgen, die das hatte.

Zum Verzicht auf Gewalt und zum Vertrauen auf die Macht der Liebe

gehört unglaublich viel Mut, weil wir wissen,

welche Folgen das haben kann.

Das sind die Fußstapfen, die viel zu großen Fußstapfen,

die Jesus uns hinterlassen hat.


Jesus verzichtete auf Vergeltung,

er verzichtete auf sein Recht, sogar auf Würde und Respekt.

Statt dessen glaubte er unerschütterlicher daran,

dass die größte Ohnmacht und Schwäche

sich als wahre Stärke erweisen wird,

weil sie Gottes Handeln möglich macht.

Nicht die eigene Gerechtigkeit schafft Recht,

sondern die Gerechtigkeit dessen, der gerecht richtet.


Fußstapfen, die man nicht sieht.

Stärke, die in der Schwäche liegt.

Gerechtigkeit, die man weder besitzt noch bekommt,

weil nur Gott sie verschaffen kann:

Kann das ein Vorbild für unser Leben sein?


Als wir zu schreiben lernten,

waren das neu und aufregend für uns.

Es war eine wunderbare Erfahrung,

Kreise, Bögen, Kurven aufs Papier zu malen,

die etwas bedeuteten, anderen etwas mitteilten.

Es war aufregend, Geschriebenes lesen zu können.

Das Gehörte, das selbst Erdachte war längst vergessen,

aber weil man es aufgeschrieben hatte, stand und blieb es da.


So ist es auch mit dem Schriftmuster Jesu, mit seiner Nachfolge:

Für uns ist sie immer wieder neu und ungewohnt,

weil wir nie gelernt haben, das zu denken:

Dass man auf Gewalt verzichten könnte.

Dass in der Schwäche Stärke und Macht liegen könnte.

Das man die eigene Gerechtigkeit nicht erkämpfen muss,

weil Gott sie uns schenkt.


Eine neue, ganz andere Denkweise.

Ein neues Schriftmuster für unsere Lebensgeschichte.

Wollen wir das nicht mal ausprobieren?

Wollen wir nicht mal probieren,

ob es nicht auch ohne Gewalt geht,

ohne drohen, einschüchtern, lügen?


Wollen wir nicht mal probieren,

bei anderen eine gute Absicht vorauszusetzen, einen guten Willen,

statt ihnen Feindschaft und Bosheit zu unterstellen?


Nicht blauäugig, als gäbe es keine Bosheit;

nicht naiv, als bräuchte man Gewalt nicht ernst zu nehmen.

Sondern als einen Weg, den Jesus uns vorangegangen ist

und auf dem unsere Zukunft liegt,

die Zukunft unserer Welt, und unser Heil.

Montag, 6. April 2026

Kind bleiben

Liedpredigt am Ostermontag, 6.4.2026, über Bachs Choralvorspiele zu den Chorälen EG 101, 102, 106 und 109, BWV 625, 626, 629 und 630.


Liebe Schwestern und Brüder,


mit den beiden Jüngern, die nach Emmaus unterwegs sind,

machen wir uns auf einen Weg.

Für uns ist es ein gedanklicher Weg, den wir gehen.

Wie die Emmausjünger wollen wir verstehen, 

was da an Ostern in Jerusalem geschehen ist -

was an jedem Ostern für uns und mit uns geschieht.


Verstehen, ein gedanklicher Weg.

Wir sammeln Eindrücke, die uns zufallen,

wie man früher Blumen am Wegesrand pflückte,

und wie man heute mit dem Smartphone festhält,

was einem auf dem Weg so alles ins Auge fällt.

Wir suchen nach dem Zusammenhang, 

verknüpfen die Eindrücke zu Gedanken,

verbinden die Gedanken mit unseren Erfahrungen und Erinnerungen.

Das Ergebnis dieses gedanklichen Weges ist manchmal ein Satz.

Ein Lehrsatz, den man aufschreiben könnte.

Den man zuweilen tatsächlich aufschreibt,

weil die eigene Erkenntnis auch anderen nützen soll.


Viel öfter kann man das Ergebnis unserer Bemühungen um Verstehen

nicht so leicht in Worte fassen.

Es ist eher ein Bild, das uns vor Augen steht,

ein Gefühl, das wir haben - für uns klar und deutlich,

aber anderen, Außenstehenden mit Worten nur schwer zu beschreiben.


Wie viel leichter hat es da die Musik!

Sie stellt uns eine Sprache für das zur Verfügung,

was einem die Erkenntnis als Bild vor Augen malt, 

was sie als Gefühl in uns weckt.

Eine Sprache, die andere, Außenstehende unmittelbar anspricht.

Die das Gefühl hervorruft, das Bild erscheinen lässt,

das uns die gedankliche Arbeit eines anderen beschert hat.


Wir werden im Folgenden vier Choralvorspiele

von Johann Sebastian Bach aus seinem „Orgelbüchlein” hören.

Es sind vier Osterchoräle; drei davon haben wir bereits gesungen;

den vierten werden wir zum Schluss singen.

Johann Sebastian Bach hat sich seine Gedanken gemacht

zu den Liedern, für die er die Choralvorspiele schrieb.

Gedanken, die er nicht in Worten zu Papier brachte, sondern als Notenschrift.

Eine Notenschrift, die wiederum interpretiert wird -

interpretiert werden muss - von Domkantor Christian Domke,

damit wir die Musik hören können.

Damit sich uns mitteilen kann, was Johann Sebastian Bach empfand,

als er das Vorspiel zu dem Choral niederschrieb.

Und was Christian Domke empfindet, 

wenn er Bachs Noten in Musik verwandelt.


Sie können also, wenn Sie wollen,

Noten und Text im Gesangbuch verfolgen.

Sie können aber auch - und das möchte Ihnen empfehlen - 

die Augen schließen und auf das achten, 

was die Musik an inneren Bildern, an Gefühlen in ihnen erzeugt.


Hören wir das erste Choralvorspiel zu Luthers Lied

„Christ lag in Todesbanden.”


Orgel: BWV 625


Martin Luther propagierte seine reformatorische Entdeckung 

auch und gerade durch die Musik,

weil Lieder, wenn sie gut sind, leicht auswendig gelernt und viel gesungen werden,

und sich dadurch weit verbreiten. 

In der Frühzeit der Reformation dichtete und komponierte er viele Lieder.

Auch die ersten beiden der vier, die uns heute beschäftigen.


„Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein”,

heißt es im Osterlied „Christ ist erstanden.”

Luther gibt mit seinem Lied den Grund an, warum wir alle froh sein sollen.

Dafür fand er ein schlagendes Bild: Das Bild des Krieges.

Dieser „Krieg”, von dem das Lied spricht,

kommt auch in Bachs Choralvorspiel zum Ausdruck.


An Ostern geht es nicht um süße Osterhäschen und bunte Eier. 

An Ostern geht es um Leben und Tod, wie in einem Krieg.

Mit diesem Bild konnten Luthers Zeitgenossen viel anfangen.

Sie hatten Kriege, Mord und Totschlag ständig vor Augen.

Und es war ihnen bewusst, dass ein Zusammenhang bestand

zwischen Sünde und Tod.


Dieser Zusammenhang, dass der Tod die Folge der Sünde ist, 

ist zugleich die Achillesferse des Todes.

Dadurch kann man den Tod besiegen.

Für die Gläubigen zu Luthers Zeit jedoch 

war der Zusammenhang von Sünde und Tod

eine Quelle der Angst und der Verzweiflung.


Auch Luther wurde daran in seinem Glauben irre.

Seine Entdeckung der Rechtfertigung rettete ihn.

Kein Wunder, dass er diese rettende Erkenntnis 

seinen Zeitgenossen nahe bringen wollte. 

Seine Erkenntnis ist einfach, fast banal, 

wie alle großen Erkenntnisse.

Sie findet sich in der dritten Strophe des Liedes:

„Jesus Christus hat die Sünde abgetan,” heißt es da.

Er hat die Sünde weggenommen, vernichtet.


Wenn die Sünde weggenommen ist, nicht mehr existiert,

hat der Tod keine Macht mehr. Er ist seinen Stachel los, 

ist nur noch ein Popanz, eine leere Hülle,

die man gefahrlos verlachen und verspotten kann

und vor der man keine Angst mehr zu haben braucht.


Wie die Sünde ihre Macht verliert,

davon singt der nächste Choral,

dessen Choralvorspiel wir jetzt hören:

„Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod überwand.”


Orgel: BWV 626


Es ist schwer, der Melodie des Chorales in diesem Vorspiel zu folgen.

Etwa nach der Hälfte verlässt das Vorspiel die Melodie,

es überwindet sie, sozusagen.


Christus überwindet den Tod und nimmt die Sünde gefangen -

wie der gute Held in den amerikanischen Western die Bösewichte.

Es dreht sich alles um Christus, auf ihn allein kommt es an.

Darum ist dieses Lied eine „Leise”:

Jede Strophe endet mit dem „Kyrie eleison”.

Das ist hier keine Bitte um Gottes Erbarmen.

Es ist der Lobpreis, der zur Zeit Jesu dem Kaiser zugerufen wurde

und der jetzt dem Herren über Leben und Tod gilt.


„Kyrie, eleison” bringt zum Ausdruck,

dass Christus der Herr, der Nabel der Welt ist, 

wie es einmal der Kaiser zu sein behauptete,

und wie es manche Herren heute gerne wären.

Er ist der Herr - nicht, weil er diese Würde geerbt

oder sie sich angemaßt hätte.

Seine Auferstehung hat ihn ins Recht und in seine Herrschaft eingesetzt.

Als Herrscher über Tod und Leben, Sünde und Gnade

hat Christus die Sünde gefangen genommen.

Sie ist in seiner Gewalt und kann keine Gewalt mehr über uns erlangen.


Christus konnte die Sünde überwinden, weil er ohne Sünde war.

Die Physik spricht heute von „Antiteilchen”,

die das Gegenteil der Protonen und Elektronen sind,

aus denen die Atome aufgebaut sind.

Treffen ein Proton und ein Antiproton aufeinander,

löschen sie sich gegenseitig aus.

Jesus konnte die Sünde auslöschen, weil er ohne Sünde war,

aber sie konnte ihn nicht auslöschen.


Natürlich wusste Luther noch nichts von Antiteilchen.

Er fand einfachere Bilder:

Christus, der Gottes Zorn wie einen Sack auf der Schulter trägt,

der die Gegensätze - Tod und Leben, Sünde und Gnade -

in seinen Händen hält und denen, die zu ihm treten, 

nur das Gute gibt: die Gnade und das Leben.


In einfacher Weise will auch der nächste Choral

von der Osterbotschaft erzählen.

Hören wir das Vorspiel zum Choral 

des sächsischen Kantors Nikolaus Herman:

„Erschienen ist der herrlich Tag.”


Orgel: BWV 629


„Ein neu geistlich Lied von der fröhlichen Auferstehung

unseres Heilandes Jesu Christi,

für die Jungfräulein in der Mägdleinschul in Joachimsthal,”

so hat Nikolaus Hermann seinen Choral überschrieben.

Man meint, die Mädchen hopsen zu sehen,

wenn man auf die Melodie hört, die Bach dem Choral unterlegt hat.


Eine beschwingte Fröhlichkeit klingt in diesem Lied an.

Vielleicht sogar mehr als das:

Das Lied malt uns einen Triumphzug vor Augen,

in dem Christus seine Feinde als Gefangene vorführt.

Seine Feinde sind auch unsere Feinde:

Die Sünde, die alte Schlange, und der Tod, den sie bringt;

die Hölle, das Leid, Angst und Not,

sie alle trotten gefesselt und, so stelle ich mir vor,

mit gesenktem Haupt hintereinander her.


Es sind einfache, schlichte Bilder und Melodien,

die zu Luthers Zeiten Gassenhauer waren;

die für Kinder geschrieben und von Kindern gesungen wurden,

wir das Lied von Nikolaus Herman.


Man kann nicht ernst und gravitätisch von der Auferstehung sprechen,

und schon gar nicht ernst und gravitätisch von ihr singen.

Dass Teufel und Tod ihre Macht verloren haben,

dass man keine Angst mehr zu haben braucht,

vor der Sünde nicht, vor dem Tod nicht, und vor Gott schon gar nicht -

da kann man doch gar nicht anders als fröhlich und überschwänglich sein!


Auch der vierte Choral ist ursprünglich für Kinder gedacht gewesen.

Er findet sich in einer Sammlung aus dem Jahre 1591 mit dem Titel:

„Kinderspiegel oder Hauszucht- und Tischbüchlein,

wie die Eltern mit den Kindern vor und nach dem Essen,

morgens und abends singen und beten sollen.

Allen frommen Kinderlein und denen, 

die so gern beten und singen, zugut

kürzlich zusammengetragen und in deutsche Reime gebracht.”


„Allen frommen Kinderlein und denen, 

die so gern beten und singen, zugut.”

Die Osterlieder sind nicht zuletzt deshalb Volks- und Kinderlieder,

weil wir Gottes Kinder sind.


Ostern erinnert uns daran, dass wir Kinder sind,

auch wenn die Kindheit schon lange hinter uns liegt.

„Als das Kind Kind war,” dichtet Peter Handke,

„warf es einen Stock als Lanze gegen einen Baum,

und sie zittert da heute noch.”


Die Auferstehung macht uns gewiss,

dass es das Gute gibt, an das wir einmal geglaubt haben,

und dass es sich lohnt, weiterhin an das Gute zu glauben

und dafür zu kämpfen.


Sie macht uns gewiss,

dass unsere Träume von Frieden und Gerechtigkeit

keine Träume sind, sondern ein Versprechen,

das Gott uns gegeben hat und das er erfüllen wird,

und dass es sich deshalb lohnt,

sich für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen.


Die Auferstehung macht uns gewiss,

dass Gott uns ebenso liebt,

wie wir als Kinder von unseren Eltern geliebt wurden.

Wer diese Erfahrung als Kind nicht machen durfte,

der oder dem wird sie heute, an Ostern, zuteil,

wo wir als Gottes Kinder von Gottes Liebe erfüllt werden.


So sagen wir „Gott Vater in dem höchsten Thron

samt Christo, seinem lieben Sohn,

dem heilgen Geist in gleicher Weis’”

in Ewigkeit unser Lob und unseren Preis

und hören auf Bachs Vorspiel zu diesem Choral,

interpretiert von Domkantor Christian Domke:

„Heut triumphieret Gottes Sohn.”


Orgel: BWV 630